{"id":76,"date":"2016-09-16T11:41:29","date_gmt":"2016-09-16T11:41:29","guid":{"rendered":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/?page_id=76"},"modified":"2016-09-16T11:41:29","modified_gmt":"2016-09-16T11:41:29","slug":"furnier","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/?page_id=76","title":{"rendered":"Furnier"},"content":{"rendered":"<p>Furniere sind nach DIN 4079 d\u00fcnne Holzbl\u00e4tter, die durch S\u00e4gen, Messern oder Sch\u00e4len von einem Stamm getrennt werden. Ihre St\u00e4rke liegt in der Regel zwischen 0,3 und 1,2 mm<br \/>\nDas Wort Furnier leitet sich vom franz\u00f6sischen Verb \u201efournir\u201c ab und hei\u00dft \u00fcbersetzt soviel wie \u201emit etwas versehen\u201c.<br \/>\nSchon die \u00c4gypter kannten diesen sparsamen Umgang mit Holz.<\/p>\n<h2><a name=\"03c1989c160d4d30f\"><\/a>EINSATZ VON FURNIEREN<\/h2>\n<p>Nach dem Verwendungszweck sind Absperr-,Unter-,Gegen-und Deckfurnier zu unterscheiden.<br \/>\nEine Unterscheidung zum Brettchen ist nicht durch die St\u00e4rke des Materials, sonder durch die Verwendung m\u00f6glich, n\u00e4mlich das Aufkleben dieses Holzblattes auf andere Materialien.<\/p>\n<p>Edel-oder Deckfurniere werden auf den sichtbaren Fl\u00e4chen eines M\u00f6belst\u00fcckes eingesetzt (sowohl als Au\u00dfen- als auch als Innenfurnier).<br \/>\nUnterfurniere (oder auch Blindfurniere) werden unter dem Deckfurnier, z.B. bei Tischlerplatten eingesetzt, um Unebenheiten und Risse zu verhindern.<br \/>\nAbsperrfurniere sollen das Arbeiten des Holzes\/Holzwerkstoffes verhindern und sind am fertigen M\u00f6bel nicht sichtbar ( z.B. Sockelboden von unten).<\/p>\n<h2><a name=\"03c1989c160cb4803\"><\/a>HERSTELLUNGSSCHRITTE<\/h2>\n<p>1. F\u00e4llen des Baumes<br \/>\n2. Versiegeln der Schnittstellen f\u00fcr Transport und Lagerzeit<br \/>\n3. Entrinden des Holzstammes<br \/>\n4. D\u00e4mpfen oder Kochen ( Holz wird damit weich und geschmeidig gemacht )<br \/>\n5. P\u00fctzen, d.h. das Holz wird von Fremdk\u00f6rpern befreit<br \/>\n6. Furnierherstellung nach den verschiedenen Verfahren ( Sch\u00e4len, S\u00e4gen, Messern )<\/p>\n<p>Wichtig hierbei ist die Holzauswahl. Nur gesundes, einwandfreies Holz gibt ein optisch sch\u00f6nes Bild (Fehler treten erst nach Oberfl\u00e4chenbehandlung wieder auf und k\u00f6nnen dann nur noch schwierig korrigiert werden.) Je nach Herstellungsart lassen sich verschiedene Furnierarten<b>unterscheiden:<\/b><\/p>\n<h2><a name=\"03c1989c160cba004\"><\/a>SCH\u00c4LFURNIER<\/h2>\n<div class=\"sidepicture\"><a href=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/schaelfurnier.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/schaelfurnier_160.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"127\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<h3><\/h3>\n<\/div>\n<p><b><i>Normales Sch\u00e4len<br \/>\n<\/i><\/b><br \/>\nHierbei wird der Block mittig eingespannt und mit einem d\u00fcnnen Messer abgesch\u00e4lt. Das Furnierbild spielt eine untergeordnete Rolle und kann auch nicht beeinflusst werden. Wegen des gro\u00dfen Furnierbandes, das beim Normal-Sch\u00e4l-Verfahrenentstehen, ist dieses Verfahren ideal zum Herstellen von Sperrholz.<\/p>\n<p><b><i>Stay-log-Sch\u00e4len<br \/>\n<\/i><\/b><br \/>\nDieses Verfahren ist ein extrem exzentrisches Sch\u00e4len, bei dem der Stamm in einem anliegenden Block eingespannt wird, dem sogenannten Stay-log. Dadurch wird der Sch\u00e4lradius vergr\u00f6\u00dfert und aus Segmenten mit geringem Durchmesser werden breite Furniere gesch\u00e4lt. Es fallen Furniere an, die an den Seiten gestreift und innen blumig sind.<\/p>\n<div class=\"clearer\"><\/div>\n<div class=\"sidepicture\"><a href=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/exentr.s.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/exentr_160.s.jpg\" alt=\"\" width=\"107\" height=\"98\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<h3><\/h3>\n<\/div>\n<p><b><i>exzentrisches Sch\u00e4len<br \/>\n<\/i><\/b><br \/>\nDer Holzblock wird nicht mittig, sondern au\u00dfenmittig eingespannt. Es entstehen einzelne, breitere Furnierbl\u00e4tter, die optisch interessanter sind, sie gleichen eher dem Furnierbild des Messerns.<\/p>\n<div class=\"clearer\"><\/div>\n<h2><a name=\"03c1989c160cefb08\"><\/a>S\u00c4GEFURNIER<\/h2>\n<div class=\"sidepicture\"><a href=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/saegefurnier.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/saegefurnier_160.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"133\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<h3><\/h3>\n<\/div>\n<p>Die Furniere werden durch feines S\u00e4gen aus dem Block gewonnen. Die Furnierbilder haben keine offene oder geschlossene Seite, weil keine Risse entstehen wie beim Messern.<br \/>\nEs ergibt sich jedoch ein hoher Holzverlust von bis zu 50%. Das Furnier muss nicht ged\u00e4mpft oder gekocht werden, es k\u00f6nnen sich keine Farbver\u00e4nderungen ergeben.<\/p>\n<div class=\"clearer\"><\/div>\n<h2><a name=\"03c1989c160cfa80a\"><\/a>MESSERFURNIER<\/h2>\n<p>Mit einem Messer wird das Furnier aus dem Block gemessert, d.h. hinter einem Druckbalken durch ein scharfes Messer angehoben. Die H\u00f6he des Druckbalkens entscheidet \u00fcber die Anzahl und tiefe der feinen Risse auf der linken, offenen Seiten des Furniers. Ist der Druck zu gering, so sind die wenigen Risse sehr tief, ist der Druck richtig, gibt es viele feine Risse. Diese Risse f\u00fchren bei der Oberfl\u00e4chenbearbeitung zu unterschiedlichen Farbwerten von linker und rechter Seite des Furniers, weil die rissige (=linke) Seite saugf\u00e4higer geworden ist und somit mehr Beize aufnimmt.<\/p>\n<p>Vorteile der Messerfurniere gegen\u00fcber Sch\u00e4lfurnieren<br \/>\n&#8211; d\u00fcnnere Furniere<br \/>\n&#8211; Beeinflussbarkeit der Oberfl\u00e4che ( Furnierzeichnungen )<br \/>\n&#8211; bessere Oberfl\u00e4chengl\u00e4tte<br \/>\n&#8211; kein Anschnittverlust<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/furnier9_480.jpg\" alt=\"\" width=\"171\" height=\"136\" border=\"0\" \/><\/p>\n<h3>Messerfurnier<\/h3>\n<h2><a name=\"03c1989c160d4260e\"><\/a>VORTEILE FURNIERTER M\u00d6BEL<\/h2>\n<ul>\n<li>Furnier ist ein Naturprodukt, da sp\u00fcren alle Sinne. Wir k\u00f6nnen es nicht nur sehen, sondern auch f\u00fchlen.<\/li>\n<li>Die warmen Holzoberfl\u00e4chen geben das Gef\u00fchl der Behaglichkeit.<\/li>\n<li>Die einzigartig warme, angenehm nat\u00fcrliche Haptik unterscheidet furnierte Oberfl\u00e4chen klar von \u201ekalten\u201c Substituten\/Nachbildungen.<\/li>\n<li>Furnier verleiht Gegenst\u00e4nde und R\u00e4umen ein ausdruckstarkes Gesicht.<\/li>\n<li>Furnier ist keine Holzimitation! Es ist nicht reproduzierbar!<\/li>\n<li>So wie jeder Baum (oder auch Mensch), ist auch jedes Furnierblatt ein einzigartiges St\u00fcck Natur.<\/li>\n<li>Furnierte M\u00f6bel haben ein besseres Stehverm\u00f6gen als Massivholzm\u00f6bel und gleichbleibende Funktionsf\u00e4higkeit.<\/li>\n<li>Im Gegensatz zu Massivholzm\u00f6beln neigen Sie nicht so leicht zum Verziehen oder Rei\u00dfen.<\/li>\n<li>Bei einigen H\u00f6lzern kommt erst durch das Messern oder Sch\u00e4len die Maserung so richtig heraus.<\/li>\n<li>Nur mit Furnieren k\u00f6nnen gro\u00dfe Fronten, z.B. 10-t\u00fcriger Schrank in 268 cm H\u00f6hen, mit gleicher Maserung hergestellt werden.<\/li>\n<li>Furniere helfen, den Rohstoff Holz sinnvoll und umweltvertr\u00e4glich, weil sparsam, auszunutzen.<\/li>\n<li>(1 m\u00b3 Holz = 800 m\u00b2 Furnier = ca. 16 Schlafzimmer)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Furniere sind nach DIN 4079 d\u00fcnne Holzbl\u00e4tter, die durch S\u00e4gen, Messern oder Sch\u00e4len von einem Stamm getrennt werden. Ihre St\u00e4rke liegt in der Regel zwischen 0,3 und 1,2 mm Das Wort Furnier leitet sich vom franz\u00f6sischen Verb \u201efournir\u201c ab und hei\u00dft \u00fcbersetzt soviel wie \u201emit etwas versehen\u201c. Schon die \u00c4gypter kannten diesen sparsamen Umgang mit &hellip; <a href=\"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/?page_id=76\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Furnier<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":31,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/76"}],"collection":[{"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=76"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/76\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77,"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/76\/revisions\/77"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/31"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=76"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}