{"id":59,"date":"2016-09-16T11:02:52","date_gmt":"2016-09-16T11:02:52","guid":{"rendered":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/?page_id=59"},"modified":"2016-09-16T11:23:12","modified_gmt":"2016-09-16T11:23:12","slug":"sperrholz-und-tischlerplatten","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/moebel.moebelkunde.de\/?page_id=59","title":{"rendered":"Sperrholz und Tischlerplatten"},"content":{"rendered":"<p>Zum Zers\u00e4gen des Stammes in L\u00e4ngsrichtung werden heute riesige Gatters\u00e4gen verwendet, die je nach Anzahl und Abstand der eingeh\u00e4ngten S\u00e4gebl\u00e4tter den Stamm in einem einzigen Arbeitsgang in verschieden starke<b> Bretter<\/b> bzw.<b>Bohlen <\/b>zerschneiden.<br \/>\nHandels\u00fcbliche St\u00e4rken f\u00fcr Bretter sind: 18mm, 24mm und 35mm<br \/>\nStarke Bretter aus Vollholz werden in der Fachsprache als Bohlen bezeichnet.<br \/>\nDer vollst\u00e4ndige Aufschnitt eines Stammes wird als Vollgatterschnitt bezeichnet.<br \/>\nDaneben gibt es noch eine F\u00fclle anderer Einschnittarten , die sich nach den gew\u00fcnschten Querschnittsma\u00dfen richten.<\/p>\n<div class=\"clearer\"><\/div>\n<p><b>Schnittholz<\/b> wird also im S\u00e4gewerk erzeugt, wobei es \u2013 im Gegensatz zu den sehr d\u00fcnnen Holzschichten der Furniere \u2013 eine bestimmte Mindestdicke aufweisen muss.<br \/>\nAuch muss es sich um ein einziges Holzst\u00fcck handeln und darf nicht, wie z.B. Speerholz oder Schichtholz, aus mehreren, miteinander verleimten Teilen bestehen.<br \/>\nSeine Weiterverarbeitung beschr\u00e4nkt sich im wesentlichen auf das Durchlaufen weiterer Arbeitsg\u00e4nge wie <b>S\u00e4gen, Hobeln, Fr\u00e4sen, Bohren oder Schleifen<\/b>, die das Werkst\u00fcck f\u00fcr den eigentlichen M\u00f6belbau vorbereitet.<\/p>\n<h2><a name=\"03c1989b911499201\"><\/a>SPERRHOLZ<\/h2>\n<ul>\n<li>Unter Speerholz versteht man Platten aus mindestens drei aufeinander geleimten Holzlagen, deren Faserrichtung rechtwinklig gegeneinander versetzt wird.<\/li>\n<li>Das damit bewirkte Gegeneinander arbeiten der Furniere hebt sich insgesamt auf, so dass das Weiterarbeiten der gesamten Platte zwangsl\u00e4ufig \u201egesperrt\u201c wird.<\/li>\n<li>Mit Hilfe dieser Technik wurde es erstmals m\u00f6glich, gro\u00dfe Platten beliebiger Ausma\u00dfe zu fertigen, die in sich sehr stabil sind.<\/li>\n<li>Eingesetzt wurden Speerh\u00f6lzer zun\u00e4chst nur in den nicht sichtbaren Bereichen der M\u00f6bel, d.h. bei R\u00fcckw\u00e4nden, Schubk\u00e4sten u. \u00e4. sp\u00e4ter auch bei Rahmenf\u00fcllungen.<\/li>\n<li>Aber bald wurde ein neuer \u2013 bisher technisch nicht m\u00f6glicher \u2013 M\u00f6belstil gefunden: <b>der gro\u00dffl\u00e4chige, glatte Kastenm\u00f6belbau.<\/b><\/li>\n<li>Speerholz wird in zwei Hauptgruppen unterteilt.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend man fr\u00fcher diese mit den Begriffen \u201eFurnierplatte\u201c und \u201eTischlerplatte\u201c bezeichnete, sind die heute gel\u00e4ufigen Bezeichnungen \u201eFurnierspeerholz\u201c und \u201eStabspeerholz\u201c pr\u00e4ziser und anschaulicher.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"03c1989b9114b1803\"><\/a>FURNIERSPERRHOLZ<\/h2>\n<div class=\"sidepicture\">\n<p><a href=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/furnier.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/furnier_160.jpg\" alt=\"\" width=\"104\" height=\"69\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<h3><\/h3>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Zur Herstellung von Furnierspeerholz wird meist Sch\u00e4lfurnier verwendet, das durch das sogenannte Rundsch\u00e4len gewonnen wird<\/li>\n<li>Der an den Stirnfl\u00e4chen eingespannte Stamm rotiert um seine Achse gegen ein feststehendes Messer. Auf diese Weise erh\u00e4lt man endlose Furnierbl\u00e4tter.<\/li>\n<li>Nun werden also beim Furnierspeerholz z.B. 3 Furniere kreuzweise aufeinander geleimt, d.h. das unterste Furnier liegt l\u00e4ngs, das mittlere quer und das obere wieder l\u00e4ngs.<\/li>\n<li>In der Regel sind es Sch\u00e4lfurniere, die rechtwinklig aufeinander geleimt werden.<\/li>\n<li>Wie Sie wissen, treten bei \u00c4nderungen der relativen Luftfeuchtigkeit durch die sich damit zwangsl\u00e4ufig \u00e4ndernde Holzfeuchtigkeit im Holz innere Spannungen auf.<\/li>\n<li>Beim Furnierspeerholz wird nun das Arbeiten der einen Lage durch den Widerstand der beiden anderen verhindert. Die auftretenden Spannungen werden \u201egesperrt\u201c.<\/li>\n<li>Etwas besonders Wichtiges kommt au\u00dferdem noch hinzu, die <b>Erh\u00f6hung der Festigkeit<\/b>.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend bei einem einzelnen Furnierblatt die Festigkeit in der L\u00e4ngsrichtung sehr gro\u00df ist, ist eine Festigkeit quer zur Faserrichtung kaum gegeben.<\/li>\n<li>Bei der Furnierplatte ist dagegen durch den Wechsel der Faserrichtung eine konstante Festigkeit in beiden Richtungen vorhanden.<\/li>\n<li>Furnierplatten k\u00f6nnen wie Vollholz bearbeitet und behandelt werden.<\/li>\n<li>Sie sind selbst an den Kanten noch nagelf\u00e4hig, wo das Vollholz oft schon splei\u00dft.<\/li>\n<li>Einsatzort der Furnierplatte : dort wo geringe Materialst\u00e4rken am M\u00f6bel gen\u00fcgen (Schubladenb\u00f6den, R\u00fcckw\u00e4nde)<\/li>\n<li>normale Plattenst\u00e4rke im M\u00f6belbau liegt bei 4 &#8211; 12 mm<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clearer\"><\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/furnierplatte_480.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"480\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><b>Bei Furniersperrholz, das sich aus 5 oder mehr Furnierlagen zusammensetzt, spricht man von &#8222;Mehrschichtensperrholz&#8220; oder auch Multiplexplatte (ab 12 mm St\u00e4rke)<\/b><\/p>\n<h2><a name=\"03c1989b980f4520a\"><\/a>TISCHLERPLATTE<\/h2>\n<p>auch Stabsperrholz genannt.<br \/>\nUnterschied zur Furnierplatte : wesentlich dicker und besteht nicht aus Furnieren sondern aus<b>Holzleisten, die durch beidseitig quer aufgeleimte Furniere abgesperrt werden.<br \/>\nJe schmaler die Leisten in der Mittellage sind, desto weniger kann das Holz arbeiten und desto besser ist die Qualit\u00e4t der Platte.<br \/>\n<\/b>Man unterscheidet zwischen :<\/p>\n<h2><a name=\"03c1989b980f5c50b\"><\/a>STREIFENSPERRHOLZ<\/h2>\n<ul>\n<li>24 &#8211; 30 mm breite Holzleisten, die nicht miteinander verleimt sind<\/li>\n<li>das Holz arbeitet sehr stark<\/li>\n<li>Plattenoberfl\u00e4che ist daher wellig<\/li>\n<li>wird nur f\u00fcr Kisten oder Unterkonstruktionen verwendet<\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"03c1989b980f6460c\"><\/a>STABSPERRHOLZ<\/h2>\n<ul>\n<li>auch 24 -30 mm breite Leisten, <b>aber mit einander verleimt<\/b><\/li>\n<li>Holz arbeitet hier auch noch<\/li>\n<li>Oberfl\u00e4che ist nicht so wellig wie beim Streifensperrholz<\/li>\n<li>Stabsperrholz hat die h\u00f6chste Biegefestigkeit aller Plattenwerkstoffe<\/li>\n<li>daher sehr gut f\u00fcr B\u00f6den, Mittelseiten undBefestigungsleisten<\/li>\n<li>f\u00fcr T\u00fcren, Klappen etc. nicht geeignet<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/tischlerplattemitstab_480.jpg\" alt=\"\" width=\"257\" height=\"480\" border=\"0\" \/><\/p>\n<h2><a name=\"03c1989b980f7880d\"><\/a>ST\u00c4BCHENSPERRHOLZ<\/h2>\n<ul>\n<li>8mm breites Sch\u00e4lfurnier wird zu Bl\u00f6cken verleimt<\/li>\n<li>von den Bl\u00f6cken werden Scheiben in der gew\u00fcnschten Dicke abgeschnitten<\/li>\n<li>dadurch sieht man immer die stehenden Jahresringe<\/li>\n<li>das Holz arbeitet wenig und gleichm\u00e4\u00dfig<\/li>\n<li>Verwendung im hochwertigen M\u00f6belbau : T\u00fcren, Klappen<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.moebelkunde.de\/images\/tischlerplattemitstaebchen_480.jpg\" alt=\"\" width=\"272\" height=\"480\" border=\"0\" \/><\/p>\n<h2><a name=\"03c1989b9e077110c\"><\/a>VORTEILE DER SPERRHOLZPLATTEN<\/h2>\n<ul>\n<li>h\u00f6chste Biegefestigkeit<\/li>\n<li>hohe Auszugfestigkeit (Schrauben)<\/li>\n<li>geringe St\u00e4rke m\u00f6glich<\/li>\n<li>leicht<\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"03c1989b9e077550d\"><\/a>NACHTEILE DER SPERRHOLZPLATTEN<\/h2>\n<ul>\n<li>hoher Preis<\/li>\n<li>nicht direkt lackierbar<\/li>\n<li>teilweise nicht direkt furnierbar<\/li>\n<li>nicht in allen St\u00e4rken m\u00f6glich<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Zers\u00e4gen des Stammes in L\u00e4ngsrichtung werden heute riesige Gatters\u00e4gen verwendet, die je nach Anzahl und Abstand der eingeh\u00e4ngten S\u00e4gebl\u00e4tter den Stamm in einem einzigen Arbeitsgang in verschieden starke Bretter bzw.Bohlen zerschneiden. 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